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"Little Prypjat"

Tief in den brandenburgischen Kiefernwäldern liegt eine leerstehende Geisterstadt. Riesige Plattenbauten mit bis zu 5 Geschossen, umgeben von zweigeschossigen Wohnblocks. In Urbexer-Kreisen wird der Ort "Little Prypjat" genannt, in Anlehnung an den verlassenen Ort in der Nähe des Atomkraftwerks Tschernobyl.

Hier allerdings handelt es sich um eine Wohnstadt für sowjetische Offiziere und deren Familien. Sie liegt in direkter Nähe eines inzwischen anderweitig genutzten Flugplatzes. Dieser wurde bereits 1938 erbaut und diente der deutschen Luftwaffe bis September 1944 als Ausbildungsplatz für Piloten. Ab 1950 erweiterten die sowjetischen Streitkräfte den kleinen Flugplatz und richteten dort eine Frontbomber-Basis ein. Dort waren unterschiedliche Bomber, Jagdbomber und Begleitjäger stationiert.
(Quelle: Wikipedia)

Abseits des eigentlichen Flugfeldes findet man neben den Wohngebäuden auch noch etliche militärisch genutzte Gebäude wie z. B Mannschaftsunterkünfte, Werkstätten und Baracken verschiedenster Funktion. Der Erhaltungszustand dieser Gebäude ist sehr unterschiedlich. Es ist schon eine ganz besondere Atmosphäre dort. Man steht inmitten verlassener Plattenbauten, zwischen denen sich seit über 30 Jahren Birken und Kiefern ungehindert breit gemacht haben. Außer Vogelgezwitscher hört man nur ab und zu das Schlagen durch Zugluft bewegter Türen.

Eine weitere Besonderheit dieses Ortes ist die große Anzahl hochwertiger Graffiti. Diese wurden dort bisher auch respektiert und nicht mit Schmierereien übermalt. Die Bilder dieser Arbeiten sind in einem gesonderten Album zusammengefasst.

Besucht haben wir "Little-Prypjat" im März 2025.



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